Musikcharts im Facebook Zeitalter

Musikcharts im Facebook Zeitalter

Sie lassen keine Gelegenheit aus. Jeder will ihn sehen. Jeder will ein Stück von ihm haben. Jeder will den neuen Star am Castinghimmel hautnah erleben. Autogramme mit nach hause nehmen und ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen.

Dafür pilgern die Fans schon auch gern mal zu einer Autogrammstunde in ein riesiges Einkaufszentrum.
Dicht an dicht drängen sich die Teenies, um einmal ihr Idol zu sehen.Im schlimmsten Fall endet das vereinzelt in einer kleinen Massenpanik mit leicht Verletzten.Casting-Hype und neue Medien: Garanten für dauerhaften Charterfolg?Dass dieser Trend nicht so leicht aufzuhalten ist, merkt man, sobald man den Fernseher einschaltet. Castingsshows a la DSDS (Deutschland sucht den Superstar); Popstars oder The Voice of Germany begleiten den Zuschauer auf seiner emotionalen Reise bei der Identifikation mit seinem Favoriten.

Schnell gewinnt der Castingteilnehmer nicht nur durch sein gesangliches Talent Sympathien. Durch seine Dauerpräsenz auf den Bildschirm und im World Wide Web auf Facebook; Twitter und Co wirkt er für seine Fans wie der enge Vertraute, den sie schon immer gekannt zu haben glauben.Nachhaltig und hochrangig in den Charts vertretenKlar, dass die Fans seine grandiose Entwicklung mit dem Kauf seiner Singles belohnen.

Singles, die dann in den deutschen Top 100 Singlecharts durch die Decke schießen und sich überproportional lange in den Top 100 aufhalten.
Waren Anfang der 90er und des neuen Jahrtausends, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte und soziale Netzwerke noch nicht abzusehen waren, Neueinstiege auf die Pole Position eine Ausnahme, haben sie sich mittlerweile etabliert.Auch der Trend zu einem Chartaufenthalt von einem dreiviertel Jahr bishin zu einem Jahr ist der neuen Mediengeneration geschuldet.
Galt in den 90er und Anfang des neuen Jahrtausends eine Single schon als erfolgreich, wenn sie ein halbes Jahr (26 Wochen) in den Charts herumgeisterte, ist eine Halbwertszeit von mindestens 30 Wochen bei vielen Interpreten heutzutage üblich.

Neuer Chartmechanismus

Im Umkehrschluss heißt das aber nicht, dass der Künstler besonders viele Tonträger verkauft haben muss. Denn seit 1 Juni werden auch Single- und Albumdownloads aus dem Internet automatisch für die Charts erfasst. Nun könnte man meinen, dass müsste die Verkaufszahlen nach oben schnellen lassen. Knackpunkt sind aber die weich gespülten Anforderungen von Media Control. Schon 5000 verkaufte Tonträger genügen, um sich einen Platz in den Top 10 zu sichern.

Trendcharts

Während die Top 100 Single Charts alle Musikrichtungen in ihrer Hitparade abbildet, können sich interessierte Musikliebhaber, die bestimmte Sparten (Dance; Blackmusik; Metal etc.) bevorzugen über die Trendcharts informieren, welche Hits in ihrer Sparte angesagt sind.
Nach dem Vorbild der Top 100 Single Charts ermittelt Media Control die angesagten Trends der einzelnen Musikstile.

Quellen: www.derberater.de/www.drradio.de

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